Wildpark als Ausbildungsbetrieb attraktiv
Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter wichtig fürs Unternehmen
Hanstedt-Nindorf. 16.07.2026. Der Wildpark Lüneburger Heide freut sich über gleich doppelten Nachwuchs aus den eigenen Reihen: Aliya Chayenne Mittmann (21) und Tiffany „Tiffy“ Schermer (30) haben ihre Ausbildung zur Zootierpflegerin erfolgreich abgeschlossen und wurden im Anschluss in das Team der Zootierpflege übernommen.
„Wir sind sehr stolz darauf, dass beide ihre Ausbildung mit guten Leistungen abgeschlossen haben. Aliya und Tiffy haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie engagiert, zuverlässig und verantwortungsbewusst sie arbeiten. Sie sind längst fester Bestandteil unseres Teams geworden. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir beide übernehmen möchten“, sagt Alexander Tietz. Auch für den Geschäftsführer ist die Übernahme der beiden Nachwuchskräfte ein wichtiges Signal: „Beide hatten den Wunsch, nach ihrer Ausbildung im Wildpark zu bleiben. Das freut uns ganz besonders, denn es zeigt, dass wir als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber ein Umfeld schaffen, in dem sich unsere Mitarbeitenden wohlfühlen und langfristig gerne arbeiten.“
Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz (von rechts) gratulierte Aliya Chayenne Mittmann und Tiffany Schermer zur erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung. Dennis Kissling, Leiter der Tierpflege, freut sich über Verstärkung fürs Team. Fotos: Wildpark Lüneburger Heide
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Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung wechseln beide Tierpflegerinnen nun fest in die Reviere, die sie bereits während ihrer Ausbildungszeit intensiv kennengelernt haben. Aliya Mittmann wird künftig im Vogelrevier tätig sein, zu dem auch der beliebte Hühnerhof gehört. Tiffany Schermer verstärkt das Raubtierrevier.
Für Aliya war der Weg in die Tierpflege ursprünglich als Zwischenstation gedacht. Nach dem Abitur wollte sie Tiermedizin studieren, erreichte zunächst jedoch nicht den erforderlichen Numerus Clausus. Die Ausbildung zur Zootierpflegerin sollte ihr zusätzliche Qualifikationen verschaffen und den Weg ins Studium ebnen. Doch während ihrer Ausbildungszeit änderten sich ihre Pläne. „Ich bin derzeit glücklich mit allem, so wie es ist. Ich fühle mich im Wildpark und im Team wohl und brauche keine Veränderung“, sagt die 21-Jährige.
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Dass die Arbeit als Tierpflegerin häufig romantisiert wird, sieht sie mit einem Schmunzeln. „Viele denken, Tierpflege bedeutet hauptsächlich Kuscheln und Streicheln. Tatsächlich besteht unser Alltag aber aus viel harter Arbeit. Tiere müssen versorgt werden, Gehege gereinigt, gepflegt und gebaut werden. Tiere kennen weder Weihnachten noch Silvester oder Wochenenden. Feierabend ist erst dann, wenn alle Tiere versorgt sind. Dafür braucht man Leidenschaft, Eigeninitiative und ein großes Verantwortungsbewusstsein. Am Ende des Tages muss man mit gutem Gewissen ins Bett gehen können und wissen, dass man alles getan hat, damit es den Tieren gut geht.“
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Auch Tiffy hat ihren beruflichen Weg bewusst neu ausgerichtet. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Industrieanlagen-Mechatronikerin und arbeitete anschließend fünf Jahre in diesem Beruf. „Der Job hat zwar auch Spaß gemacht, aber ich habe gemerkt, dass ich doch lieber meinen Traum leben und etwas mit Tieren machen wollte.“
Die Liebe zu Tieren begleitet die 30-Jährige schon seit ihrer Kindheit. Gemeinsam mit ihren Eltern verbrachte sie viele Urlaube auf einem Bauernhof im Allgäu. „Wenn ich die Wahl hatte, wandern zu gehen oder beim Ausmisten des Kuhstalls zu helfen, war die Entscheidung einfach. Ich habe lieber den ganzen Tag auf dem Hof gearbeitet. Das hat einfach Spaß gemacht.“
Besonders schätzt Tiffany das Arbeitsklima im Wildpark. „Wir haben ein wunderbares Team. Der Umgang miteinander ist familiär, wertschätzend und jeder unterstützt den anderen. Das macht die Arbeit jeden Tag besonders.“ Weitere Ausbildungspläne hat sie derzeit nicht. „Zwei Ausbildungen reichen erst einmal“, sagt sie lachend. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich genieße es, das ganze Jahr draußen in der Natur zu arbeiten. Die Ruhe hier ist ein schöner Ausgleich zur Hektik der Großstadt. Vielleicht ziehe ich in naher Zukunft sogar aufs Land – gerne etwas näher an den Wildpark.“
Für Geschäftsführer Alexander Tietz sind solche Aussagen die schönste Bestätigung für die eigene Ausbildungsarbeit. „Gut ausgebildete und motivierte Tierpflegerinnen und Tierpfleger sind für einen modernen zoologischen Betrieb unverzichtbar. Deshalb investieren wir viel Zeit und Herzblut in die Ausbildung unseres Nachwuchses. Umso schöner ist es, wenn junge Menschen sich bewusst dafür entscheiden, ihren weiteren beruflichen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.“
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