Volle Festhalle beim Brackeler Bauernrechnen
Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken blickte Schierhorn zunächst auf abgeschlossene Baumaßnahmen im Ort zurück. Ein großes Thema bleibt dabei der Glasfaserausbau, der der Gemeinde weiterhin Sorgen bereitet. Zahlreiche Schäden seien in diesem Zusammenhang entstanden. „Das wird uns noch lange begleiten, dafür haben wir jetzt allerdings schnelles Internet“, machte der Bürgermeister deutlich.
Positiv hob Schierhorn den wöchentlichen Markt auf dem Dorfplatz hervor, der inzwischen wieder mit einem Gemüse-, einem Fisch- und einem Fleischangebot gut aufgestellt sei. Auch der neue Heideshuttle-Ring 6 wurde in der Gemeinde erfreulich aufgenommen, da dieser nun ebenfalls Brackel anfährt.
Bereits jetzt warb der Bürgermeister für den geplanten Trimm-Dich-Pfad des MTV Brackel. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 55.000 Euro, wovon die Werbegemeinschaft Brackel 5.000 Euro beigesteuert habe, betonte Schierhorn, und auch die Gemeinde einen Teil trage.
Kurz ging er dann auf das neue Gewerbegebiet Kälberloh ein. Erstmals habe die Gemeinde die Erschließung nicht selbst übernommen. Grund seien die inzwischen zu hohen bürokratischen Auflagen gewesen, weshalb man sich für die Zusammenarbeit mit der WLH entschieden habe. Die bisherigen Bewerbungen seien vielversprechend, berichtete Schierhorn. Das letzte Wort, so der Bürgermeister weiter, bei jeder neuen Ansiedlung die Gemeinde.
Für den Herbst 2026 kündigte er den Aufbau von zwei neuen Windkraftanlagen in Richtung Schmalenfelde an, die baulichen Vorbereitungen seien bereits deutlich sichtbar. In Gesprächen mit den Betreibern habe die Gemeinde erreicht, dass die Anlagen abgeschaltet werden, sobald Schlagschatten entstehe. Auch ein finanzieller Ausgleich für besonders betroffene Anwohner sei vereinbart worden.
Im Anschluss stellten Jürgen Wyludda und Bernd Schröder ihre ehrenamtliche Arbeit im Gemeindearchiv vor. Mit einer vorbereiteten Bilddokumentation zeigten die beiden Archivare anschaulich viele Straßenzüge und Häuser im Vergleich von früher zu heute, was bei den Gästen auf großes Interesse stieß.
Eine ganz besondere Würdigung erfuhr Heinrich Tödter, der sich seit stolzen 65 Jahren für die Wasserleitungsgenossenschaft engagiert. Er erhielt nicht nur den Beinamen „Mister Genossenschaft“, sondern auch eine Ehrenurkunde sowie die goldene Ehrennadel des Geno-Verbandes. Bürgermeister Dirk Schierhorn schloss sich den Glückwünschen mit den Worten an: „Du bist ein leuchtendes Beispiel für unsere Gemeinde.“
Zum Abschluss der Veranstaltung sorgte Schierhorn noch für einen persönlichen Ausblick: Er kündigte an, bei der Kommunalwahl im September nicht erneut für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu wollen. Gleichzeitig rief er die Anwesenden dazu auf, sich selbst für ein Mandat im Gemeinderat zur Verfügung zu stellen und sich aktiv für die Zukunft der Gemeinde zu engagieren.
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