Verdienstkreuz für Gerhard Schierhorn
Jahrzehntelanger Einsatz für Mensch, Natur und Gemeinwohl gewürdigt
In seiner Laudatio würdigte Rempe Schierhorn als einen Menschen, der sich über Jahrzehnte hinweg mit außergewöhnlichem Engagement für seine Heimat und die Gesellschaft eingesetzt habe. Geehrt werde insbesondere sein Wirken in der Kommunalpolitik, für die St.-Jakobi-Stiftung Hanstedt, im kulturellen Bereich sowie vor allem sein jahrzehntelanger Einsatz für den Grundwasserschutz in der Nordheide.
Wörme. 26.06.2026. In einem feierlichen Rahmen auf dem Hof Kröger in Wörme ist Gerhard Schierhorn am Donnerstag mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Rund 20 geladene Gäste, darunter Familienangehörige, langjährige Weggefährten und Vertreter aus Politik und Naturschutz, nahmen an der Ordensverleihung teil. Landrat Rainer Rempe überreichte die hohe Auszeichnung im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
In seiner Laudatio würdigte Rempe Schierhorn als einen Menschen, der sich über Jahrzehnte hinweg mit außergewöhnlichem Engagement für seine Heimat und die Gesellschaft eingesetzt habe. Geehrt werde insbesondere sein Wirken in der Kommunalpolitik, für die St.-Jakobi-Stiftung Hanstedt, im kulturellen Bereich sowie vor allem sein jahrzehntelanger Einsatz für den Grundwasserschutz in der Nordheide.
v.l.n.r. Laudator Landrat Rainer Rempe, Gerhard Schierhorn und seine Ehefrau Silke sowie Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus.
„Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft“, zitierte Rempe Bundespräsident Steinmeier und bezeichnete Schierhorn als einen Menschen, der dieses Rückgrat „seit vielen Jahrzehnten mit ganzer Leidenschaft und großem persönlichen Einsatz stärkt“.
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Besonders hob der Landrat Schierhorns Verdienste um die Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide (IGN) hervor. Bereits 1979 gehörte er zu den prägenden Köpfen der Initiative, zunächst als Pressesprecher, später als Geschäftsführer und heute als Vorsitzender. Über Jahrzehnte habe er den Schutz der Ressource Wasser zu einem öffentlichen Thema gemacht – lange bevor Klimawandel und Ressourcenschutz in der breiten Gesellschaft angekommen seien. Mit Vorträgen, Veröffentlichungen, Informationsveranstaltungen und seiner politischen Arbeit habe Schierhorn das Thema konsequent vorangetrieben. Dabei sei er stets „ein Mann des offenen Wortes, kritisch, aber fair“ gewesen. Die Zusammenarbeit mit Behörden sei jederzeit von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen, betonte Rempe.
Auch Schierhorns kommunalpolitisches Wirken nahm breiten Raum in der Laudatio ein. Als langjähriges Mitglied von Gemeinde-, Samtgemeinde- und Kreistag sowie insbesondere als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Hanstedt von 2011 bis 2021 habe er zahlreiche Projekte entscheidend mitgestaltet. Rempe erinnerte unter anderem an die Entwicklung des Hanstedter Gewerbegebietes, den Dorfkrug und das Projekt Hof Uhlenbusch. „Wo andere vor allem Schwierigkeiten sahen, haben Sie Möglichkeiten erkannt und Weichen gestellt“, fasste der Landrat Schierhorns Arbeitsweise zusammen.
Auch Schierhorns kommunalpolitisches Wirken nahm breiten Raum in der Laudatio ein. Als langjähriges Mitglied von Gemeinde-, Samtgemeinde- und Kreistag sowie insbesondere als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Hanstedt von 2011 bis 2021 habe er zahlreiche Projekte entscheidend mitgestaltet. Rempe erinnerte unter anderem an die Entwicklung des Hanstedter Gewerbegebietes, den Dorfkrug und das Projekt Hof Uhlenbusch. „Wo andere vor allem Schwierigkeiten sahen, haben Sie Möglichkeiten erkannt und Weichen gestellt“, fasste der Landrat Schierhorns Arbeitsweise zusammen.
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Große Anerkennung fand auch sein Einsatz während der Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015. Damals habe Schierhorn Verantwortung übernommen, unterschiedliche Akteure an einen Tisch gebracht, ehrenamtliche Strukturen aufgebaut und mit großem Fingerspitzengefühl gehandelt.
Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus griff diesen Gedanken in seinem Grußwort auf. Schierhorn sei ein Mensch, der Verantwortung übernehme und gestalten wolle. Gerade während der Flüchtlingskrise 2015 habe sich dies eindrucksvoll gezeigt. „Menschen wie dich braucht es in solchen Situationen“, betonte Muus.
Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus griff diesen Gedanken in seinem Grußwort auf. Schierhorn sei ein Mensch, der Verantwortung übernehme und gestalten wolle. Gerade während der Flüchtlingskrise 2015 habe sich dies eindrucksvoll gezeigt. „Menschen wie dich braucht es in solchen Situationen“, betonte Muus.
Elisabeth Bischoff sprach als Vertreterin der Naturschutzverbände im Landkreis Harburg. Sie würdigte insbesondere Schierhorns jahrzehntelangen Einsatz für den Natur- und Grundwasserschutz; "Für das Thema Wasserentnahme bist du eine unerschöpfliche Quelle und wir sind unendlich dankbar für deine Arbeit."
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Neben seinem kommunalpolitischen und ökologischen Engagement erinnerte Rempe auch an Schierhorns Wirken als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der St.-Jakobi-Stiftung, seine Mitarbeit bei der HeideKultour, sein ehrenamtliches Engagement für den Ludwig-Erhard-Preis sowie seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Lohnsteuerberater. Gemeinsam bei all diesen Aufgaben sei der Wille gewesen, Verantwortung zu übernehmen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Zum Abschluss der Feierstunde zeigte sich der Geehrte selbst sichtlich bewegt. „Ich bin selbst erschrocken, was alles in meinem Leben passiert ist“, sagte Schierhorn mit einem Schmunzeln. Zugleich richtete er einen Appell an die Gäste: „Tut mir einen Gefallen und denkt nicht so viel über die Probleme nach, sondern sucht nach Lösungen.“ Seinem großen Herzensthema, dem Grundwasserschutz in der Nordheide, werde er auch künftig treu bleiben und sich weiterhin dafür engagieren, versprach er.
Zum Abschluss der Feierstunde zeigte sich der Geehrte selbst sichtlich bewegt. „Ich bin selbst erschrocken, was alles in meinem Leben passiert ist“, sagte Schierhorn mit einem Schmunzeln. Zugleich richtete er einen Appell an die Gäste: „Tut mir einen Gefallen und denkt nicht so viel über die Probleme nach, sondern sucht nach Lösungen.“ Seinem großen Herzensthema, dem Grundwasserschutz in der Nordheide, werde er auch künftig treu bleiben und sich weiterhin dafür engagieren, versprach er.
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