Autohaus in Hanstedt
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Klarer Sieg für Christian Sauer

Politische Landkarte verändert sich
 
SG Hanstedt. 14.09.2026. Deutlicher hätte das Ergebnis kaum ausfallen können: Christian Sauer ist der neue Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Hanstedt. Mit 61,5 Prozent der Stimmen setzte er sich am Sonntag klar gegen seine drei Mitbewerber durch und ließ Lars Heuer (SPD) mit 21,5 Prozent, Gunnar Hofmeister (parteilos) mit 11,5 Prozent und Alberto Baptista (parteilos) mit 5,5 Prozent deutlich hinter sich.

Dass sein Vorsprung am Ende so groß ausfallen würde, hatte selbst der Wahlsieger nicht erwartet. „Das Ergebnis ist überragend und ich hatte es so nicht erwartet. Ich freue mich riesig darüber und auch auf die neuen Aufgaben“, sagte Sauer nach Bekanntwerden des Ergebnisses.

Zu den ersten Gratulanten gehörte auch der noch amtierende Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus. Die symbolische Übergabe der Bürgermeisterkette musste allerdings noch warten. „Dafür ist es noch zu früh“, sagte Muus mit einem Augenzwinkern. Christian Sauer wird sein neues Amt im Rathaus Hanstedt am 1. November 2026 antreten.
 
 
In Brackel hatte die FWB zur Wahlparty eingeladen. Gemeinsam wurden die Ergebnisse auf der großen Leinwand verfolgt.
 
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AfD zieht erstmals in den Samtgemeinderat ein

Während die Wahl des Samtgemeindebürgermeisters für klare Verhältnisse sorgte, brachte die Kommunalwahl zugleich spürbare Veränderungen in den politischen Gremien mit sich. Bei der Wahl zum neuen Samtgemeinderat mussten CDU, FDP und Grüne deutliche Verluste hinnehmen. Die SPD konnte ihr Ergebnis dagegen im Wesentlichen halten. Erstmals zieht die AfD mit 12,8 Prozent in den Samtgemeinderat ein – ein Ergebnis, das die Zusammensetzung des Rates künftig deutlich verändern wird.

Auch in den einzelnen Mitgliedsgemeinden hinterließ die Wahl ihre Spuren. In der Gemeinde Hanstedt verloren sowohl CDU als auch UNS an Stimmen. Auch hier gelang der AfD erstmals der Einzug in den Gemeinderat, in dem sie künftig mit zwei Sitzen vertreten sein wird.

Besonders deutlich fiel das Ergebnis in Egestorf aus. Die CDU verlor gegenüber der vergangenen Wahl 13,8 Prozentpunkte. Gleichzeitig wird auch dort künftig die AfD im Rat vertreten sein. Als großer Gewinner ging dagegen die UWE aus der Wahl hervor: Mit einem Plus von 15,9 Prozentpunkten konnte sie ihre Position deutlich ausbauen und erreichte insgesamt 51,2 Prozent.
 
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Kräfteverhältnisse in Brackel verschieben sich

Eine veränderte politische Konstellation gibt es künftig auch in Brackel. Erstmals stand neben der bisherigen FWB und der bereits im Gemeinderat vertretenen WfBt (Wir für Brackel & Thieshope) auch die SPD auf dem Wahlzettel. Die FWB muss die insgesamt elf Sitze im Gemeinderat künftig mit beiden Gruppierungen teilen: Die WfBt konnte ihre zwei Sitze behaupten, während die neu angetretene SPD mit einem Sitz in den Gemeinderat einzieht.

In Asendorf hielten sich die Veränderungen dagegen in Grenzen. Die WGA bleibt mit 61,1 Prozent klar stärkste Kraft, musste jedoch ebenso wie die SPD, die auf 14,2 Prozent kam, leichte Verluste hinnehmen. Von dieser Entwicklung profitierten die Grünen, die ihren Stimmenanteil leicht steigern konnten und nun 24,7 Prozent erreichten.

Eine Besonderheit gibt es in Marxen: Dort wird der neue Gemeinderat mit 45,5 Prozent den höchsten Frauenanteil innerhalb der Samtgemeinde aufweisen. Zur Wahl stand dort ausschließlich die FWG.
 
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Verluste für etablierte Parteien auch im Kreistag

Auch bei der Wahl zum neuen Kreistag des Landkreises Harburg zeigte sich eine deutliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse. CDU (minus 4 Prozentpunkte), SPD (minus 6,2), Grüne (minus 2,5), FDP (minus 4,1) und FWG (minus 0,4) verloren gegenüber der vergangenen Wahl an Stimmen. Zu den Gewinnern zählen dagegen die AfD, die um 10,8 Prozentpunkte zulegte, sowie die Linke mit einem Plus von 3 Prozentpunkten.

Die Kommunalwahl vom Sonntag hinterlässt damit auf mehreren Ebenen ein deutlich verändertes Bild: Während Christian Sauer mit einem klaren Vertrauensvotum an die Spitze der Samtgemeinde gewählt wurde, müssen sich die neuen Räte auf veränderte Mehrheiten und neue politische Konstellationen einstellen. Die kommenden Jahre dürften damit nicht nur unter einem neuen Samtgemeindebürgermeister, sondern auch unter veränderten Kräfteverhältnissen in den kommunalen Vertretungen stehen.
Foto Aufmacher: behrmedia/ Nachbearbeitung Hanstedt Online