Autohaus in Hanstedt
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Aus einer Geburtagsidee wird die "Kerkhütt"

Neue Hütte auf dem Gelände der St. Jakobi-Kirchengemeinde eingeweiht – IGH leistete rund 350 Stunden ehrenamtliche Arbeit
 
Hanstedt. 30.09.2026. Sie ist rustikal, gemütlich und hat bereits einen Namen: „Kerkhütt“ heißt die neue Schutzhütte auf dem Gelände der St. Jakobi-Kirchengemeinde in Hanstedt. Bei der offiziellen Einweihung wurde allerdings schnell deutlich, dass es hier nicht nur um ein neues Gebäude aus Holz geht. Die Hütte ist das Ergebnis einer besonderen Idee, vieler helfender Hände und rund 350 Stunden ehrenamtlicher Arbeit.

Den Anstoß gab Kirchenmusiker Eckhard Pfeiffer. Anlässlich seines 70. Geburtstages hatte er sich Gedanken darüber gemacht, wofür er anstelle von Geschenken um Spenden bitten könnte. Seine Entscheidung fiel auf eine Hütte für das Kirchengelände. Zugleich wollte Pfeiffer mit seinem „Spende statt Geschenke“-Aufruf seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen – auch dafür, dass er inzwischen seit 30 Jahren Kirchenmusik macht.
 
 
Mit einer kleinen Feierstunde wurde die neue "Kerkhütt" am vergangenen Montag offiziell eingeweiht. Mit dabei v.l.n.r. Pastor Christian Huck, Sylke Müller (Vorstandsvorsitzende der St. Jakobi Kirchengemeinde), Eckhard Pfeiffer sowie zur Rechten die IGH-Rentner.
 
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„Diese Hütte soll jetzt mit Leben gefüllt werden – mit Touristen, mit kirchlichen Gruppen oder mit Menschen, die Entspannung suchen“, sagte Pfeiffer bei der Einweihung. Und genau dafür bietet die etwas mehr als fünf Meter breite und drei Meter tiefe Holzkonstruktion beste Voraussetzungen. Mehrere Sitzbänke und Tische laden zum Verweilen ein.

Gebaut wurde die „Kerkhütt“ von einem Team, das in Hanstedt längst für seine tatkräftige Unterstützung bekannt ist: der Interessengemeinschaft Hanstedt (IGH), dem örtlichen Rentnertrupp. Deren Sprecher Jochen Meyer blickte bei der Einweihung noch einmal auf die Entstehungsgeschichte zurück. Und offenbar gibt es inzwischen reichlich Erfahrung im Hüttenbau. Meyer schloss seine Ansprache augenzwinkernd mit der Feststellung, die IGH müsse eigentlich längst „Interessengemeinschaft Hütte“ heißen – schließlich habe die Truppe in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Hütten in und um Hanstedt gebaut.
 
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Was nach einem überschaubaren Bauprojekt klingt, war in Wirklichkeit eine Menge Arbeit. Das Lärchenholz wurde zunächst aus dem Wald geholt, zugesägt, gestapelt und getrocknet. Anschließend wurde es gehobelt, für die Hütte abgebunden und schließlich zu dem verarbeitet, was nun auf dem Kirchengelände steht. Insgesamt kamen dabei rund 350 Stunden unentgeltlicher ehrenamtlicher Arbeit zusammen. Alle arbeitsfähigen IGH-Mitglieder seien hochmotiviert dabei gewesen, heißt es aus den Reihen der Rentner, nicht zuletzt auch wegen der guten Verpflegung während der Baumaßnahme.

Auch beim Dach kam Unterstützung aus Hanstedt. Die Dachpfannen wurden vom Dachdeckerbetrieb Kröger gespendet. Peter Lege übernahm gemeinsam mit seiner Tochter ehrenamtlich die Eindeckung und montierte außerdem Regenrinne und Ablauf.

Für den Kirchenvorstand dankte Sylke Müller den engagierten Handwerkern ausdrücklich. „Kirche braucht Menschen, die anpacken“, sagte sie. Dabei erinnerte sie daran, dass bereits vor zwei Jahren, als der Kirchgarten neu gestaltet wurde, der Wunsch nach einer solchen Hütte bestanden habe. Damals allerdings fehlte das Geld, so Müller.
 
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Nun steht sie da – finanziert zum überwiegenden Teil aus den Spenden, die Eckhard Pfeiffer zu seinem 70. Geburtstag gesammelt hatte. Die übrigen Kosten für Materialien wie Schrauben, Winkel, Eisen und Beton, die von der IGH verauslagt wurden, übernahm der Kirchenvorstand.

Auch beim neu ordinierten Pastor Christian Huck, der sich bei der Einweihung zu Wort meldete, hat bereits einige Ideen für die neue Hütte. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Glühweintrinken in der Adventszeit? Oder sogar mit einem Krippenspiel? Für Huck steht fest, dass mit der „Kerkhütt“ mehr entstanden ist als ein Unterstand aus Holz. „Hier wurde eine Verbindung zu Gott und der Gemeinschaft geschaffen. Hier können wir zusammenkommen und miteinander feiern“, wünscht sich der neue Pastor.