Asendorfer Rat zieht Reißleine
Dorfleben wichtiger als Fördermillionen: Gemeinderat beschließt neuen Kurs für DGH-Sanierung
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Beratungen im Dorfgemeinschaftshaus, denn die Zukunft des Gebäudes und damit eines zentralen Treffpunktes des Dorflebens stand auf der Tagesordnung. Zu Beginn der Diskussion stellte Bürgermeister Mencke die aktuelle Sachlage noch einmal ausführlich dar. Die bisherigen Planungen gingen von einem Sanierungsvolumen von rund 2,4 Millionen Euro aus. In dieser Summe seien bereits Preissteigerungen von berücksichtigt. Demgegenüber stünden bislang rund 900.000 Euro Eigenmittel der Gemeinde sowie Fördermittel des Bundes in Höhe von 666.000 Euro. Die restlichen 834.000 Euro müssten finanziert werden und würden, so Mencke, die Gemeinde auf viele Jahre belasten.
Asendorf. 24.06.2026. Nach einer ausführlichen und teils kontroversen Diskussion hat der Gemeinderat Asendorf am Montagabend beschlossen, auf die in Aussicht gestellten Fördermittel des Bundes für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses zu verzichten. Mit acht Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen folgte der Rat dem Beschlussvorschlag, die Sanierung stattdessen schrittweise und ohne die strengen Förderauflagen umzusetzen.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Beratungen im Dorfgemeinschaftshaus, denn die Zukunft des Gebäudes und damit eines zentralen Treffpunktes des Dorflebens stand auf der Tagesordnung. Zu Beginn der Diskussion stellte Bürgermeister Mencke die aktuelle Sachlage noch einmal ausführlich dar. Die bisherigen Planungen gingen von einem Sanierungsvolumen von rund 2,4 Millionen Euro aus. In dieser Summe seien bereits Preissteigerungen von berücksichtigt. Demgegenüber stünden bislang rund 900.000 Euro Eigenmittel der Gemeinde sowie Fördermittel des Bundes in Höhe von 666.000 Euro. Die restlichen 834.000 Euro müssten finanziert werden und würden, so Mencke, die Gemeinde auf viele Jahre belasten.
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Allerdings, so Mencke, seien diese Fördermittel bisher lediglich reserviert. Zunächst müsse die Gemeinde mit den bisherigen Entwurfsplanungen die technische Prüfstelle des Landes Niedersachsen in Hannover durchlaufen. Erst danach könne das Projekt zur endgültigen Förderentscheidung an die Bundesbehörde BBSR in Berlin weitergeleitet werden.
Nach Einschätzung des Bürgermeisters wäre ein Förderbescheid frühestens im Spätherbst zu erwarten. Erst dann könnte die Genehmigungsplanung für den Bauantrag beauftragt werden. Ausschreibungen und Genehmigungen der einzelnen Bauabschnitte seien daher frühestens im Frühjahr 2027 möglich, die Vergabe der Bauleistungen frühestens im Sommer 2027.
Nach Einschätzung des Bürgermeisters wäre ein Förderbescheid frühestens im Spätherbst zu erwarten. Erst dann könnte die Genehmigungsplanung für den Bauantrag beauftragt werden. Ausschreibungen und Genehmigungen der einzelnen Bauabschnitte seien daher frühestens im Frühjahr 2027 möglich, die Vergabe der Bauleistungen frühestens im Sommer 2027.
„Damit stehen uns faktisch nur zwei Jahre zur Verfügung, um die gesamte Sanierung abzuschließen“, erklärte Mencke. Eine von der Gemeinde bereits angefragte Fristverlängerung sei mündlich als problematisch bezeichnet worden, da ein vergleichbarer Fall bislang nicht bekannt sei.
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Besonders kritisch bewertete der Bürgermeister die Auswirkungen auf das Dorfleben. Aufgrund der notwendigen Sanierung des asbesthaltigen Daches könnten aus Arbeitsschutzgründen zeitweise nicht mehrere Gewerke gleichzeitig arbeiten. Dadurch müsste das Dorfgemeinschaftshaus voraussichtlich für die gesamte Bauzeit von rund zwei Jahren geschlossen werden. „Kein Kinderturnen, keine Gymnastikgruppen, kein Fußball, kein Tischtennis, kein Faslam, kein Schützenfest, keine privaten Feiern, kein Krippenspiel – das Dorfleben wäre für zwei Jahre extrem gelähmt“, machte er deutlich.
Sein Vorschlag lautete deshalb, die Sanierung ohne Bundesförderung und ohne die damit verbundenen hohen energetischen Anforderungen umzusetzen. Statt einer Komplettsanierung innerhalb weniger Jahre solle das Projekt bis etwa 2035 gestreckt und in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Ziel sei es, die Arbeiten möglichst in den Sommermonaten durchzuführen, um die Nutzung des Gebäudes durch Vereine und Gruppen nur geringfügig einzuschränken.
Nicht alle Ratsmitglieder teilten diese Einschätzung. Ratsmitglied Dr. Manfred Lohr räumte zwar ein, dass der Zeitplan anspruchsvoll sei, sprach sich jedoch dafür aus, die Fördermittel nicht vorschnell aufzugeben. Er regte an, eine Verlängerung der Umsetzungsfrist um weitere zwei Jahre anzustreben. „Wir sollten die Fördermittel nicht ausschlagen“, forderte Lohr und beantragte, den Tagesordnungspunkt zunächst zurückzustellen, um weitere Recherchen zu ermöglichen. Zudem verwies er auf die erwarteten Einnahmen aus einem geplanten Windpark. Ab etwa 2028 könnten der Gemeinde daraus nach seiner Einschätzung rund 200.000 Euro jährlich zufließen und die finanzielle Situation deutlich entspannen.
Sein Vorschlag lautete deshalb, die Sanierung ohne Bundesförderung und ohne die damit verbundenen hohen energetischen Anforderungen umzusetzen. Statt einer Komplettsanierung innerhalb weniger Jahre solle das Projekt bis etwa 2035 gestreckt und in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Ziel sei es, die Arbeiten möglichst in den Sommermonaten durchzuführen, um die Nutzung des Gebäudes durch Vereine und Gruppen nur geringfügig einzuschränken.
Nicht alle Ratsmitglieder teilten diese Einschätzung. Ratsmitglied Dr. Manfred Lohr räumte zwar ein, dass der Zeitplan anspruchsvoll sei, sprach sich jedoch dafür aus, die Fördermittel nicht vorschnell aufzugeben. Er regte an, eine Verlängerung der Umsetzungsfrist um weitere zwei Jahre anzustreben. „Wir sollten die Fördermittel nicht ausschlagen“, forderte Lohr und beantragte, den Tagesordnungspunkt zunächst zurückzustellen, um weitere Recherchen zu ermöglichen. Zudem verwies er auf die erwarteten Einnahmen aus einem geplanten Windpark. Ab etwa 2028 könnten der Gemeinde daraus nach seiner Einschätzung rund 200.000 Euro jährlich zufließen und die finanzielle Situation deutlich entspannen.
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Für seinen Antrag fand Lohr jedoch keine Mehrheit. Der Gemeinderat lehnte die Vertagung ab. In einem persönlichen Statement machte Bürgermeister Mencke anschließend deutlich, wie schwer ihm die Entscheidung falle. Er sei enttäuscht, das Projekt in der ursprünglich geplanten Form nicht abschließen zu können. Mit Blick auf die Kommunalwahl im September kündigte er erneut an, nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen. „Ich muss hier jetzt die Reißleine ziehen“, erklärte Mencke. Gleichzeitig betonte er, dass die umfangreichen Vorgaben, Nachweise und Prüfverfahren aus seiner Sicht von einem ehrenamtlich arbeitenden Gemeinderat kaum noch zu bewältigen seien.
Am Ende folgte die Mehrheit des Rates dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Die Gemeinde wird die Fördermittel des Bundes nicht weiter verfolgen. Stattdessen sollen die Ingenieurbüros nun die Genehmigungsplanung für eine Baugenehmigung vorbereiten. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses soll anschließend schrittweise erfolgen, wobei die Sommerpausen bevorzugt für Bauarbeiten genutzt werden sollen, um die Auswirkungen auf das Vereins- und Gemeinschaftsleben möglichst gering zu halten.
Am Ende folgte die Mehrheit des Rates dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Die Gemeinde wird die Fördermittel des Bundes nicht weiter verfolgen. Stattdessen sollen die Ingenieurbüros nun die Genehmigungsplanung für eine Baugenehmigung vorbereiten. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses soll anschließend schrittweise erfolgen, wobei die Sommerpausen bevorzugt für Bauarbeiten genutzt werden sollen, um die Auswirkungen auf das Vereins- und Gemeinschaftsleben möglichst gering zu halten.
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