Autohaus in Hanstedt
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600 Ladepunkte an 200 Standorten im Landkreis

Attraktive und alltagstaugliche Elektromobilität mit dem „Harburger Modell“ - auch in Hanstedt
 
SG Hanstedt. 29.04.2026. Das „Harburger Modell“ für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos im Kreisgebiet nimmt immer mehr Fahrt auf. Das Gemeinschaftsprojekt, das die Kreisverwaltung gemeinsam mit neun seiner zwölf Kommunen vorantreibt, erteilte nun drei Konzessionen für den Bau und den Betrieb von knapp 200 öffentlich zugänglichen E-Tankstellen mit über 600 Ladepunkten.

Nach einem aufwändigen europaweiten Vergabeverfahren für drei Lose erhielten nun die Unternehmen Vattenfall, Qwello und Wirelane den Zuschlag. Die ersten E-Säulen des „Harburger Modells“ in Seevetal, Hanstedt und Jesteburg werden bereits in diesem Jahr zum Stromtanken bereitstehen. Das flächendeckende Ladesäulennetznetz zwischen Elbe und Heide wollen die Investoren, die Kreisverwaltung und ihre Kommunen bis 2030 realisieren: Beste Voraussetzungen also für eine Entwicklung des Landkreises Harburg zur Modellregion für Elektromobilität.
 
 
„Mit unserem “Harburger Modell“ sorgen wir dafür, dass Elektromobilität für die Menschen im Landkreis Harburg alltagstauglich und attraktiv wird.“: Über die Vergabe freuen sich Erster Kreisrat Josef Nießen, Duale Studentin Carolin Kersten (derzeit Stabsstelle Klimaschutz), Landrat Rainer Rempe und Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath. Foto: Landkreis Harburg
 
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„Ich freue mich sehr, dass wir mit der Vergabe einen großen und wichtigen Schritt hin zu einer zukunftssicheren öffentlichen Ladeinfrastruktur machen“, betont Landrat Rainer Rempe. „Mit unserem Harburger Modell sorgen wir dafür, dass Elektromobilität für die Menschen im Landkreis Harburg alltagstauglich und attraktiv wird.“

Neue Ladesäulen in neun Kommunen ab 2026
Ziel des Harburger Modells ist eine flächendeckende und öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, die die prognostizierten Bedarfe der Menschen im 1.248 km² großen Landkreis Harburg mit seinen mittlerweile über 265.000 Einwohnern bis 2030 abdeckt. Um das zu erreichen, hatten der Landkreis und die Kommunen gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) im Jahr 2024 eine detaillierte Bedarfs- und Standortanalyse vorgenommen und eine Prioritätenliste mit einem Fahrplan für die Umsetzungsreihenfolge sowie der richtigen Mischung zwischen wohnortnaher Versorgung und Schnellladen entlang wichtiger Verkehrsachsen erarbeitet.

Für ein derartiges Großprojekt auf Landkreisebene gibt es bisher keine Blaupause, weshalb seit 2025 das Berliner Beratungsunternehmen für nachhaltige Mobilität M3E bei der EU-weiten Ausschreibung und der nunmehr beginnenden Baukoordination unterstützt. Nun entstehen in drei Ausbaugebieten über den Landkreis Harburg verteilt nach und nach bis zu 200 E-Tankstellen mit über 600 Ladepunkten mit Schnell- und Normalladetechnik.
 
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In der Gemeinde Stelle sowie den Samtgemeinden Elbmarsch und Salzhausen (Los 1) sind bis zu 62 Lade-Standorte mit rund 140 Ladepunkten geplant, die künftig von der Wirelane GmbH (München) gebaut und betrieben werden. Die Vattenfall Smarter Living GmbH (Berlin) wird 75 öffentliche E-Tankstellen mit über 250 Ladepunkten in der Gemeinde Seevetal sowie den Samtgemeinden Jesteburg und Hanstedt errichten. Der Bau soll bereits in diesem Jahr starten und in 2027 abgeschlossen werden. In den Gemeinden Rosengarten, Neu Wulmstorf und Hollenstedt baut die Qwello Deutschland GmbH (Frankfurt am Main) die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter aus. Hier sollen an 65 Standorten rund 230 Ladepunkte fertiggestellt werden. Mehr Informationen zum Harburger Modell und der Verteilung der einzelnen Standorte gibt es unter www.energiewegweiser.de/harburgermodell
 
Hintergrund:
Der Landkreis Harburg möchte bis 2040 klimaneutral werden und hat sich dazu mit seinen Städten und Gemeinden in der Klimaschutz-Charta auf eine enge Zusammenarbeit verständigt. Das „Harburger Modell“ ist dazu ein wichtiger Baustein. Mit den beiden Städten Buchholz in der Nordheide und Winsen (Luhe) stehen die Partner des „Harburger Modells“ bei der Planung der Infrastruktur ebenfalls in engem Austausch. Beide Städte verfügen durch die Aktivitäten der kommunalen Stadtwerke bereits jetzt schon über ein sehr breites Angebot an Ladeinfrastruktur. Auch die Samtgemeinde Tostedt, für deren Gemeindegebiet dutzende Standorte im Ladeinfrastrukturkonzept identifiziert wurden, geht bei der Umsetzung eigene Wege. Bislang sind im gesamten Landkreis 142 öffentlich zugängliche Standorte mit insgesamt 464 Ladepunkten vorhanden, die Nennleistung der bestehenden Ladeinfrastruktur beläuft sich auf 29.269 Kilowatt.